Avodah Zarah 120

Kapitel 120

א דאיפקעה לאורכה אידרי ההוא עובד כוכבים חבקה שרייה רפרם בר פפא ואי תימא רב הונא בריה דרב יהושע לזבוני לעובדי כוכבים וה"מ דפקעה לאורכה אבל לפותייה אפילו בשתיה שרי מ"ט מעשה לבינה קעביד
1 in der Länge platzte, und ein Nichtjude sprang herbei und hielt es zusammen. Hierauf erlaubte Raphram b. Papa, nach anderen R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, [den Wein] an Nichtjuden zu verkaufen. Dies jedoch nur dann, wenn es in der Länge platzt, wenn aber in der Breite, so darf man ihn sogar trinken, denn er tut nur das, was auch ein Ziegelstein getan haben würde.
ב ההוא עובד כוכבים דאשתכח דהוה קאי במעצרתא אמר רב אשי אי איכא טופח להטפיח בעי הדחה ובעי ניגוב ואי לא בהדחה בעלמא סגי ליה:
2 Einst wurde ein Nichtjude an einer Kelter angetroffen. Da sagte R. Aši: Ist darin Flüssigkeit zum Anfeuchten vorhanden, so muß sie ausgespült und abgerieben werden, wenn aber nicht, so genügt das Ausspülen.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> עובד כוכבים שנמצא עומד בצד הבור של יין אם יש לו מלוה עליו אסור אין לו מלוה עליו מותר
3 <b>W</b><small>IRD EIN</small> N<small>ICHTJUDE AN EINER</small> W<small>EINKUFE ANGETROFFEN</small>, <small>SO IST</small> [<small>DER</small> W<small>EIN</small>], <small>WENN ER AN IHN EINE</small> S<small>CHULDFORDERUNG HAT</small>, <small>VERBOTEN</small>, <small>WENN ABER NICHT</small>, <small>ERLAUBT</small>.
ד נפל לבור ועלה מדדו בקנה התיז את הצרעה בקנה או שהיה מטפיח ע"פ חבית מרותחת בכל אלו היה מעשה ואמרו ימכר ור"ש מתיר נטל את החבית וזרקה בחמתו לבור זה היה מעשה והכשירו:
4 I<small>ST ER IN DIE</small> K<small>UFE GEFALLEN UND HERAUSGEHOLT WORDEN</small>, <small>ODER HAT ER</small> [<small>DEN</small> W<small>EIN</small>] <small>MIT EINEM</small> R<small>OHR GEMESSEN</small>, <small>ODER HAT ER MIT EINEM</small> R<small>OHR EINE</small> H<small>ORNIS FORTGEJAGT</small>, <small>ODER HAT ER AUF DAS GÄRENDE</small> F<small>ASS GESCHLAGEN</small>, <small>ES SIND DIES</small> F<small>ÄLLE</small>, <small>DIE SICH EREIGNET HABEN</small>, <small>UND MAN ENTSCHIED</small>, <small>DASS ER VERKAUFT WERDE</small>. R. Š<small>IMO͑N ERLAUBT IHN</small>. H<small>AT ER IN SEINER</small> W<small>UT DAS</small> F<small>ASS GENOMMEN UND IN DIE</small> K<small>UFE GEWORFEN</small>, <small>DIESER</small> F<small>ALL EREIGNETE SICH</small>, <small>UND MAN ERLAUBTE IHN</small>.
ה <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר שמואל והוא שיש לו מלוה על אותו יין
5 GEMARA. Šemuél sagte: Nur wenn er eine Schuldforderung auf diesen Wein hat.
ו אמר רב אשי מתני' נמי דיקא דתנן המטהר יינו של עובד כוכבים ונותנו ברשותו והלה כותב לו התקבלתי ממך מעות מותר אבל אם ירצה ישראל להוציאו ואין מניחו עד שיתן לו מעותיו זה היה מעשה בבית שאן ואסרו
6 R. Aši sagte: Dies geht auch aus einer Mišna hervor, denn wir haben gelernt: Wenn jemand den Wein eines Nichtjuden in Reinheit bereitet und ihn in dessen Gebiet zurückläßt, so ist er, wenn dieser ihm schriftlich bestätigt, von ihm das Geld erhalten zu haben, erlaubt. Wenn aber, falls der Jisraélit ihn holen will, dieser ihn nicht läßt, bis er ihm das Geld gegeben hat, es ist dies der Fall, der sich in Beth Šeán ereignet hat, und sie verboten ihn.
ז טעמא דאין מניחו הא מניחו שרי ש"מ מלוה על אותו יין בעינן ש"מ:
7 Also nur dann, wenn er ihn nicht läßt, wenn er ihn aber läßt, so ist er erlaubt. Schließe hieraus, daß dies nur von dem Falle gilt, wenn er die Forderung auf diesen Wein hat. Schließe hieraus.
ח נפל לבור ועלה: אמר רב פפא לא שנו אלא שעלה מת אבל עלה חי אסור מ"ט אמר רב פפא דדמי עליה כיום אידם:
8 I<small>ST ER IN DIE</small> K<small>UFE GEFALLEN UND HERAUSGEHOLT WORDEN</small>. R. Papa sagte: Sie lehrten dies nur von dem Falle, wenn er tot herausgeholt worden ist, wenn aber lebend, so ist [der Wein] verboten. – Weshalb? R. Papa erwiderte: Weil dies einem Festtage gleicht.
ט מדדו בקנה כל אלו היה מעשה ואמרו ימכר ור"ש מתיר: אמר רב אדא בר אהבה ינוחו לו לר"ש ברכות על ראשו כשהוא מתיר מתיר אפילו בשתיה וכשהוא אוסר אוסר אפילו בהנאה
9 H<small>AT ER IHN MIT EINEM</small> R<small>OHR GEMESSEN</small> &amp;<small>C</small>., <small>ES SIND DIES</small> F<small>ÄLLE</small>, <small>DIE SICH EREIGNET HABEN</small>, <small>UND MAN ENTSCHIED</small>, <small>DASS ER VERKAUFT WERDE</small>. R. Š<small>IMO͑N ERLAUBT IHN</small>. R. Ada b. Ahaba sagte: Mögen Segnungen auf dem Haupte R. Šimo͑ns ruhen; wenn er ihn erlaubt, erlaubt er ihn auch zum Trinken, und wenn er ihn verbietet, verbietet er ihn auch zur Nutznießung.
י א"ר חייא בריה דאבא בר נחמני אמר רב חסדא אמר רב ואמרי לה אמר רב חסדא אמר זעירי הלכה כר"ש איכא דאמרי אמר רב חסדא אמר לי אבא בר חנן הכי אמר זעירי הלכה כר"ש ואין הלכה כר"ש:
10 R. Ḥija, Sohn des Abba b. Naḥmani, sagte im Namen R. Ḥisdas im Namen Rabhs, wie manche sagen, sagte es R. Ḥisda im Namen Zee͑ris: Die Halakha ist wie R. Šimo͑n. Manche lesen: R. Ḥisda sagte: Abba b. Ḥanan sagte mir, Zee͑ri habe gesagt, die Halakha sei wie R. Šimo͑n. Die Halakha ist aber nicht wie R. Šimo͑n.
יא נטל חבית וזרקה [בחמתו] לבור זה היה מעשה [והכשירו]: אמר רב אשי כל שבזב טמא בעובד כוכבים עושה יין נסך כל שבזב טהור בעובד כוכבים אינו עושה יין נסך
11 H<small>AT ER IN SEINER</small> W<small>UT DAS</small> F<small>ASS GENOMMEN UND IN DIE</small> K<small>UFE GEWORFEN</small>, <small>DIESER</small> F<small>ALL EREIGNETE SICH</small>, <small>UND MAN ERLAUBTE IHN</small>. R. Aši sagte: In Fällen, in welchen ein Flußbehafteter ihn unrein macht, macht ein Nichtjude ihn zu Libationswein, und in Fällen, in welchen ein Flußbehafteter ihn nicht unrein macht, macht ein Nichtjude ihn nicht zu Libationswein.
יב איתיביה רב הונא לרב אשי נטל את החבית וזרקה בחמתו לבור זה היה מעשה בבית שאן והכשירו בחמתו אין שלא בחמתו לא
12 R. Hona wandte gegen R. Aši ein: Hat er in seiner Wut das Faß genommen und in die Kufe geworfen, dieser Fall ereignete sich (in Beth Šeán), und man erlaubte ihn. Also nur dann, wenn in seiner Wut, sonst aber nicht? –